Akku-Viren in Apple-Notebooks

Macbook, Foto: goobimama_flickr

Jedes Jahr tauchen neue Viren auf. Zum einen die Viren die uns krank werden lassen und dann die Viren die unserem Computer schaden. Gemeinsam haben beide, dass sie sich immer wieder mutieren und sich modifizieren und somit schon bekannte Impfstoffe bzw. Antiviren-Software nutzlos ist.

Nun gibt es ein neues Problem. So konnte man bisher immer wieder Updates für seine Anti-Viren Programme downloaden und sich somit auf den neusten Stand bringen um vor Viren, Trojanern und fiesen Würmern geschützt zu sein. Doch bei der neuen Möglichkeit die der Sicherheitsforscher Charlie Miller entdeckt haben will, würde dies alles nicht mehr helfen.

So hat dieser entdeckt, dass man die Akkus von Notebooks manipulieren kann um diese unbrauchbar zu machen. So erklärte er insbesondere anhand von Apple MacBooks, dass diese Akkus ein eigenes kleinen Betriebssystem besitzen. Dieses enthält Steuerungselemente und sorgt zum Beispiel dafür, dass sich Akkus beim Laden nicht überhitzen und genau die richtige Menge an Strom auf- und auch wieder abgeben. Da die Passwörter von dieser Firmware nicht geändert werden sei es ein leichtes auf diese zu zugreifen und somit zu manipulieren. Miller sagte er habe selbst 7 Akkus mit dieser Methode außer Gefecht gesetzt. Diese hätte man danach auch nicht mehr reparieren können.

Nun würden diese Viren von einem gängigen Virenscan-Programm übersehen werden, da sie sich nicht auf der Festplatte, sondern im Akku befinden. Das heißt man kann sie nicht sehen und man kann sie auch nicht löschen. Selbst eine Formatierung der Festplatte würde absolut nichts bringen. Das einzige was bei einer “Infektion” hilft ist der Austausch des Akkus.

Gott sei dank hat Miller auch schon eine Lösungsidee. So möchte er eine Software auf den Markt bringen, welche das Standard Passwort ändert und somit den Zugriff auf die Akkus erschwert.