
Gehackt: Shinawatra, Foto: ratchaprasong2_flickr
Es ist ein Skandal! Nicht nur in Thailand sondern überall schaffen es Hacker, sich in Accounts von Twitter-Unsern einzuloggen und dort dann falsche Nachrichten zu verschickten oder zu posten.
So ist es im jüngsten Fall auch der Regierungschefin Thailands Yingluck Shinawatra passiert. Sie wurde verspottet und in ihrem Namen wurden falsche Nachrichten verschickt.
Schon weil sie die erste Frau an der Regierungsspitze Thailands ist, hat sie genug Gegner, die nur auf einen Fehler warten. Shinawatra muss sich schon gegen viele Kritiken wehren, wie zum Beispiel dass sie nur die Marionette ihres Bruders ist, der 2006 bei einem Militärputsch gestürzt wurde.
Nun kommt auch noch das Malheur mit dem geknackten Twitter-Account dazu. Die Hacker verschickten mindestens acht Nachrichten in ihrem Namen. Darin warfen sie dem Kabinett der Politikerin Inkompetenz und Vetternwirtschaft vor. Dies scheint auch nicht ganz unbegründet zu sein, wenn man bedenkt, dass fast zwei Drittel der 36 Kabinettsmitglieder Millionäre sind. Ihr wird vorgeworfen nicht für ihr Volk zu arbeiten, sondern ausschließlich für Unterstützer und Geldgeber.
Shinawatra musste eine Liste mit ihren Besitztümern veröffentlichen, in denen sie sieben Hermès Taschen, acht Autos und ein Haus mit eigenem Fußballplatz auflistete.
In der letzten Nachricht wurde dann die Ministerpräsidentin wegen ihrer Datenpanne verspottet. Sie fragten, wie sie denn gedenke Thailand zu schützen, wenn sie nicht einmal ihren eigenen Twitter-Account schützen könne.
Trösten kann sie vielleicht nur noch, dass sie nicht die erste ist, der so ein Missgeschick passiert ist. Vor einiger Zeit erklärten Hacker durch einen geknackten Account des US Senders Foxnews den Präsidenten Obama für tot, während über NBC eine gefälschte Terrormeldung für den 11. September durch das Internet lief.